
In einer ausführlichen Stellungnahme hat Marcel Richter, Bundestagskandidat:in für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg, die Kernanliegen der Partei in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Politik gegenüber der BUND Kreisgruppe Gifhorn dargelegt. Die Antworten verdeutlichen die ambitionierten Ziele der Grünen zur Bewältigung der Klimakrise und zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
„Die Klimaneutralität soll bereits bis 2040 erreicht werden. Dafür setzen wir auf den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, die Reduktion fossiler Energieträger und eine konsequente Klimapolitik auf allen Ebenen“, betont Marcel Richter. Neben ambitionierten Maßnahmen zur Wärmewende, wie dem Verbot neuer fossiler Heizungen ab 2025 und der verpflichtenden kommunalen Wärmeplanung, fordern die Grünen auch den Abbau klimaschädlicher Subventionen. Hierzu zählen die Steuerprivilegien für Diesel, die Kerosinsteuer-Befreiung sowie steuerliche Vorteile für Verbrenner-Dienstwagen.
Ein zentrales Anliegen ist zudem der Schutz naturnaher Wälder und Moore als effektive Treibhausgassenken. „Wir setzen auf ein konsequentes Moorschutzprogramm, den Umbau zu klimaresilienten Mischwäldern und finanzielle Unterstützung für Landwirte zur Renaturierung von Moorflächen“, so Richter weiter.
Die Grünen lehnen die Nutzung von CCS-Technologien (Carbon Capture and Storage) als generelle Strategie zur Emissionsreduktion ab. „CCS darf nicht als Freibrief für die weitere Nutzung fossiler Brennstoffe dienen. Es kann nur in wenigen Industriebranchen eine letzte Option sein“, stellt Richter klar. Ebenso wird die Kernkraft, einschließlich sogenannter modularer Reaktoren (SMR), entschieden abgelehnt: „Atomkraft ist teuer, unsicher und zu langsam. Die einzige zukunftsfähige Lösung ist der massive Ausbau erneuerbarer Energien.“
Neben Maßnahmen zur Klimaanpassung, wie der Einführung eines Klimaanpassungsfonds und gezielten Investitionen in den Hochwasserschutz, sehen die Grünen auch weitreichende Reformen zur Begrenzung der Flächenversiegelung vor. So soll bis 2030 eine Obergrenze von maximal 30 Hektar pro Tag gelten, wobei Nachverdichtung Vorrang vor Neubauten auf ungenutzten Flächen haben soll.
Ein weiterer Schwerpunkt der grünen Politik ist der Schutz der Artenvielfalt. „Wir müssen den dramatischen Verlust an Biodiversität stoppen. Das bedeutet mehr Schutzgebiete, ein Verbot besonders gefährlicher Pestizide und eine gezielte Förderung biodiversitätsfreundlicher Landwirtschaft“, erläutert Richter. Zudem soll die ökologische Landwirtschaft bis 2030 auf mindestens 30 % der landwirtschaftlichen Fläche ausgedehnt und der Pestizideinsatz um mindestens 50 % reduziert werden.
Auch im Bereich der Mobilität setzt sich Marcel Richter für eine konsequente Verkehrswende ein. „Neue Autobahnen sind nicht mit den Klimazielen vereinbar. Ich lehne den Weiterbau der A39 ab und setze stattdessen auf den Ausbau des Schienenverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs“, betont er.
Abschließend bekräftigt Richter die demokratische Teilhabe im Planungsverfahren: „Das Verbandsklagerecht ist unverzichtbar für den Umwelt- und Naturschutz und muss sogar gestärkt werden.“
Bündnis 90/Die Grünen bekräftigen mit dieser Stellungnahme ihr Ziel einer konsequenten Klima- und Naturschutzpolitik. „Nur durch mutige Maßnahmen können wir den Klimawandel und das Artensterben aufhalten und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen sichern“, fasst Richter zusammen.
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